Ein echter Indianer kennt keinen Schmerz.

Ein kurzes Update, bevor ich für das Wochenende nach Reno und dem Lake Tahoe entschwinde, mit Bildern illustriert (womit sonst):

Bei Ben & Jerry’s durfte ich das wahrscheinlich unmännlichste Eis der Welt essen (5.75$):

 

Ich habe mir einen genau so ungefährlichen wie unübersehbaren Schnitt in meinem Gesicht eingefangen. Autsch:

Und das war’s auch schon. Das ging ja fix.

Reno, ich komme! 14 nette Menschen, drei Autos, drei Hotelzimmer (es wird eng) und 26° C im Schatten. Yay!

Ein Haus im Yosemite-Nationalpark

Die Sierra Nevada besteht zu einem großen Teil aus dem Yosemite-Nationalpark und elf mutige Helden aus dem International House in Berkeley hatten sich am vergangenen Wochenende aufgemacht, eben diesen zu erkunden. Es sollte einen mehrstündigen Hike bis zu einem tollen Aussichtspunkt und weitere Wanderungen geben. Es sollten sich herzerwärmende Szenen abspielen, als Koyoten, Bären, Salamander und sogar Marienkäfer entdeckt wurden.

Zu diesem Zweck wurde für zwei Nächte eine Hütte im Nationalpark gemietet – und noch Generationen nach uns wird wahrscheinlich von den legendären Parties in dieser Hütte und dem dazugehörigen Whirlpool gesprochen.

Viel Spaß mit ein paar Bildimpressionen unseres Finnisch-Irisch-Singapurisch-Koreanisch-Kolumbianisch-Amerikanisch-Österreichisch-Deutschen Teams. Mein Gott sind das viele Nationalitäten…

 

Blick über Berkeley *video*

 

Studieren mit Niveau?

Studieren in den USA ist anders. Das war so ziemlich meine einzige Erkenntnis, die ich vor meinem Eintreffen hier hatte.

Studieren in Berkeley ist anspruchsvoller, immerhin ist es eine der besten Unis der Welt. Doch was heißt das, anspruchsvoller? Immerhin ist ein Studium in Deutschland kein Zuckerschlecken und das Niveau erst recht nicht.

Inzwischen habe ich eine Klausur geschrieben, Präsentationen vorbereitet, Vorlesungen gehört und Umfragen mitgemacht, inzwischen kann ich also zumindest ein wenig werten.

Ich studiere an der Haas School of Business und kann mich also nur über Erkenntnisse und Ansprüche dieser Business-School auslassen. Zunächst einmal: Ja, das Studium IST anspruchsvoller und es ist definitiv zeitintensiver. Aber es macht auch Spaß – nicht mehr als in Deutschland, sondern anders. Für die erste Klausur nach drei Wochen (und neun Sitzungen) musste ich in etwa so viel Stoff drauf haben wie für eine Klausur in Deutschland nach zwölf Wochen. Insgesamt wurden vier Themenblöcke aka 400 Buchseiten aka ungefähr 100 Begriffsdefinitionen und 20 umfangreiche Theorien abgefragt. In Form von Multiple Choice, Fill In The Blanks und Short Essay. Eben der Umfang einer klassischen Uni-Klausur. Aber nach drei Wochen. Uff.

Die Lehre in den USA ist, und ich möchte Klischees nicht zu sehr füttern, lockerer, freundlicher und viel stärker auf Beispiele als auf Theorien ausgerichtet. Die Theorien werden quasi als Grundvoraussetzung gesehen, die man sich gefälligst zu Hause mit Hilfe von Büchern aneignet. In den Vorlesungen gibt es dann ein paar nette Beispiele vom Professor. Beispiele von Google, Apple, Citibank, Amazon und allen anderen Silicon Valley-Giganten, bei denen er natürlich schon gearbeitet hat. Immerhin ist es ja die Haas-School ;-) Das klingt spannend und modern, ist vom Lernaufwand her aber eine echte Herausforderung. Ein normales Semester mit fünf parallelen Vorlesungen möchte ich so nicht unbedingt durchstehen müssen. Es wäre auf jeden Fall eine Herausforderung.

Habt ihr weitere Fragen zum Studium? Ich setze mich jetzt in einen Mietwagen und verbringe drei wunderbare Tage in einer Hütte im Yosemite-Nationalpark mit neun Freunden. Inklusive Jacuzzi. Yeah!

Midterm und amerikanische Autos

Am Mittwoch ist nicht nur die Hälfte meines Aufenthaltes in Berkeley vorbei, sondern es steht auch die erste Klausur an. “Midterm”-Klausuren sind in den USA die Regel und ich bin gespannt, wie gut ich abschneide.

Nebenbei haben wir uns gestern zwei amerikanische Autos gemietet. Nach Maltes und meinem “Mid-Size-SUV” haben wir diesmal die größtmögliche Autokategorie genommen und zwei Autos bekommen, die größer als so mancher Truck sind:

Damit ging es dann – Überraschung – mal wieder zu einem Outlet. Leider war dies diesmal nicht von großem Erfolg gekrönt, aber immerhin war der Trip sehenswert. 8 Leute passen in so ein Vehikel – und mit etwas Quetschen sogar 10. Verrückt!